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Infos zu Soldering

25 Beiträge0 Aufrufevor 1 Monaten
vor 1 Monaten
#2

Re: Infos zu Soldering

Sehr gut. Ein Schüler der dem Lehrer zuhört :smiley: Besser kanns nicht laufen.

Wer von euch etwas Fleißarbeit machen möchte, kann sich hier mal einlesen. Es geht mir in erster Linie um die allgemeinen Hinweise zum löten/entlöten und nicht um die Ersa-Produkte. Nicht das noch jemand auf den Gedanken kommt ich sei Ersa Verkäufer.

<LINK_TEXT text=“http://www.ersa-shop.com/additional_fil … tfibel.pdf”>http://www.ersa-shop.com/additional_files/ERSA_Loetfibel.pdf</LINK_TEXT>

<LINK_TEXT text=“http://www.fed.de/downloads/Teil_1_Lten … gehts1.pdf”>http://www.fed.de/downloads/Teil_1_Lten_was_ist_wichtig_wie_gehts1.pdf</LINK_TEXT>

vor 1 Monaten
#3

Re: Infos zu Soldering

Das CR-44 ist eine Lötpaste : Also kleine Lötkügelchen umgeben von Flussmittel. Das nimmt man zum einlöten der Bauteile. Nicht zum entlöten.

Ein Beispiel dafür: https://www.youtube.com/watch?v=Mn6F3lorefA

FL-22 ist ein Flussmittelgel : Dies wird als Hilfsmittel zum ein und entlöten genommen. Du kannst z.B. eine USB-Buchse, Konnektoren, BGAs usw. vor dem entlöten mit Flussmittel benetzen. Dann lassen sich diese um einiges leichter entlöten. Auch für das säubern von Lotresten mit der Entlötlitze nimmt man das Flussmittel.

Datenblatt FL-22 http://www.farnell.com/datasheets/1725285.pdf

Entlöten: Lötstelle mit Flussmittel benetzen - wenn möglich etwas bleihaltiges Lot auf die Lötstelle(n) aufbringen um eine niedrigere Schmelztemp. zu erreichen, da das bereits vorhandene Lot bleifrei ist. Jetzt mit Heißluft, dem Lötkolben oder der Lötpinzette (je nach Bauteiltyp und Größe) dieses entlöten. Danach die Lötstelle mit Hilfe der Entlötlitze und Flussmittel von Lotresten säubern.
Wer es ganz richtig machen will - nimmt nun den Leiterkartenreiniger oder Isopropanol und entfettet die Lötstelle (Pad).

Einlöten: Da hat man mehrere Möglichkeiten. Hier am Beispiel eines SMD Widerstands/ Kondensators

  1. Lötpad mit Flussmittel benetzen und mit dem Kolben und etwas Lötzinn das Bauteil erst auf der einen und danach auf der anderen Seite versuchen einzulöten.
  2. Lötpaste auftragen und das Bauteil auf den Pads plazieren. Ganz leicht andrücken. Anschließend mit Heißluft verlöten. Oft der bessere Weg. Erfordert aber etwas Übung beim dosieren.
  3. Bauteil mit der Heißluft und der Pinzette (nicht der Lötpinzette) einlöten: Bauteil an den gewünschten Platz schieben, festhalten und mit der Heißluft einlöten.

Ein Beispiel hierfür: https://www.youtube.com/watch?v=wLAMWbrIVxU

Testen wie immer auf alten Leiterkarten. Mainboards usw.

Gruß der Lehrer :wink:

vor 1 Monaten
#4

Re: Infos zu Soldering

Wollte mal fragen ob ihr die chips etwas mit bleihaltigem lot verzinnt bevor ihr mit heisluft den chip verlötet
Ich muss nämlich so ein smd mikrofon neu einlöten soll ich vorher neues zinn auftragen.
Sind die chips ab werk verzinnt.
Was passiert eigentlich wenn haltbarkeit von dem teuren amtech bga flussmittel überschritten ist.
Gibt es da auch bga flussmittel was länger als ein jahr gelagert werden kann.
Ich benutze immer als hitzeschild silikonkleber
Danke für antwort christian

vor 1 Monaten
#5

Re: Infos zu Soldering

Servus,

ein Chip (BGA) kommt bereits mit Lötbällen. Da brauchst du nichts mehr dran zu machen außer vor dem einlöten einen Blick auf die Lötbälle zu werfen ob auch wirklich alle vorhanden sind.
Mikrofone und andere SMD Bauteile (Widerstand, Kondesator, Diode, LED, Spule, Filter, Mikrofon) kommen ohne Lötzinn.
Vor dem einlöten altes Lötzinn von den Pads der Platine mit Lötlitze entfernen und mit Isopropanol entfetten und Flussmittelreste entfernen.
Dann etwas bleihaltiges Lötzinn auf die Pads des Mainboards auftragen, danach etwas Flussmittel auf die Pads und das Mikro mit Hilfe von Heißluft einlöten.

Flussmittel: Solange es nicht auskristallisiert, kannst du es weiterverwenden.

42

vor 1 Monaten
#6

Re: Infos zu Soldering

Hallo 42
Vielen Dank für Deine Ausführungen ich habe hier so ein spezial Lötzinn was schon bei 120€ schmilzt ich verwende es immer zum auslöten.
Allerdings hat es die unangenehme Eigenschaft, dass es kaum benetzt vermutlich wegen dem Bismut Anteil der für den geringen Schmelzpunkt sorgt
( Roses Metall ) die Bauteile müssen also vorher verzinnt werden. Was meint Ihr soll ich damit mal versuchen das Micro neu einzulöten?

vor 1 Monaten
#7

Re: Infos zu Soldering

Ich würde nicht mit Bismut Lötzinn einlöten. Wie du richtig schreibst, ist das zum entlöten von ICs und anderen SMD Bauteilen gedacht. Aber nicht tauglich zur Herstellung sicherer, stabiler Lötverbindungen.
Löte das Micro entweder mit Lotpaste oder vorher leicht verlöteter Pads mit bleihaltigem Lötzinn ein. So bekommst du das beste Ergebnis.

Was ist denn bei dir an Lötequipment vorhanden? Heißluftstation, Vorheizplatte?

42

vor 1 Monaten
#8

Re: Infos zu Soldering

Vielen Dank für Eure Antworten und Hilfe
Leider ist mein Lötequipment nicht so berauschend eine Weller Lötstation mit Magnetostat uralt und habe dazu so 0,4mm spitzen.
Dazu habe ich 5 Spitzen auch für die geringere 370 grad Temperatur
Dann ein Billig hand heisluftgerät aus china wo gebläse und Fön Heizung in dem Handgerät verbaut ist , wollte mir aber ein sehr feines heisluftgerät von AOYUE Int868 zulegen. Wenn die Temperatur nicht genau ist, so kann ich das ja mit einem Digitalthermometer kontrollieren habe ich auch so beim Auslöten von usb buchsen gemacht ging bisher sehr gut. Microscop habe ich jetzt auch für 500€ auf eure Empfehlung von Amscope gekauft .
Mikrofon habe ich noch nicht eingelötet, leider ist es mir beim Auslöten der danebenliegenden usb buchse kaputt gegangen. Habe da mit zu viel Flussmittel gearbeitet das ist halt an das danebenliegende Mikrofon gekommen.

vor 1 Monaten
#9

Re: Infos zu Soldering

Ach so noch eine kurze frage soll ich das Micro vorher mit Kapton band abdecken damit die Membran von dem Mikrofon nicht so heis wird, wenn ich es einlöte ?

vor 1 Monaten
#10

Re: Infos zu Soldering

Der Herr Menegalli macht es hier sehr gut vor. Siehe https://www.youtube.com/watch?v=tlRlvAM1vnw

Abkleben kannst versuchen - wenn auf der kleinen Fläche was hingeklebt bekommst.
Temperatur Heißluft würde ich zwischen 260 und 280 Grad wählen, wenn es ohne Vorheizplatte gelötet wird etwas höher.

Lötstelle(n) anschließend nicht reinigen. Sonst läufst du Gefahr das die Membran beschädigt wird.

Laut Datenblatt halten die Mikrofone Temperaturen von 260 Grad aus.
Siehe Reflow Profil auf Seite 8 Access to this page has been denied.

42

vor 1 Monaten
#11

Re: Infos zu Soldering

Vielen Dank für tolle antwort
Ich muss noch so einen connector für den lcd bildschirm austauschen beim Iphone 6.
Muss das board eigentlich immer ausgebaut werden wenn ich ohne heizplatte arbeite.
Wollte gleichzeitig mit kolben und heisluft von oben arbeiten.
Ich habe gesehen das manche so mit dünnem blechwerkzeug und heisluft arbeiten um die chips abzulöten.
Was haltet ihr davon.
Vielen Dank für Antwort Christian

Gesendet von meinem D5803 mit Tapatalk

vor 1 Monaten
#12

Re: Infos zu Soldering

Iphone 6 Connector: Video von unserem AlexS auf youtube anschauen. Da zeigt er wie es gemacht wird.

Logicboard im eingebauten Zustand löten: Hab ich noch nie so gemacht - somit kann ich hier keine Erfahrungen wiederspiegeln.

BGA ICs mit Hilfe von dünnen Blechen entlöten: Funktioniert beim WLAN IC und NAND IC sehr gut. Hier braucht es aber wieder sehr viel Fingerspitzengefühl bis man es zerstörungsfrei hinbekommt. Machbar - auf jeden Fall - Vorheizplatte empfohlen!!
Wie immer der Tipp: Üben an defekten Logicboards.

42

vor 1 Monaten
#13

Re: Infos zu Soldering

Diese neuen chips haben doch alle so saubere lötzinnkugeln.
Diese sind wahrscheinlich bleifrei.
Macht es sinn diese kugeln durch bleihaltiges niedrigschmelzenderes lot zu ersetzen.
Und wenn ja brauch ich da so ein blech mit löchern um neue lötkugeln zu setzen.
Danke für eure hilfe

Gesendet von meinem D5803 mit Tapatalk

vor 1 Monaten
#14

Re: Infos zu Soldering

Ob die Bleifrei sind weis ich nicht .. lassen sich aber eigentlich immer schön einlöten.

Wenn du reballen willst dann brauchst du so ein Blech mit Löcher :slight_smile: Stencil oder so heist das ding glaub ich

vor 1 Monaten
#15

RE: Infos zu Soldering

Hallo Leute vielen Dank für euren guten Tipps
Inzwischen habe ich das hinbekommen mit dem Einlöten eines Mikrofons
Habe erstmal mit Heisluft von oben das alte defekte Mikrofon runtergelötet, dabei ist mir aufgefallen, dass es nur mit Heisluft von oben praktisch unmöglich ist ein Mikrofon zerstörungsfrei einzulöten, denn durch die große Hitze wird das Mikrofon sofort zerstört, meistens löst sich der obere Deckel des Mikrofons ab. Dann habe ich erstmal die Lötstellen mit Bleihaltigen Zinn Schmelzpunkt 178 Grad und minimalem Silberanteil sauber verzinnt. Dabei saubere Lötbälle auf der Platine herstellen.

Das neue Mikrofon habe ich übrigens nur ganz dünn und leicht verzinnt. Mit Hilfe eines Laborstatives habe ich die Düse von der Metcal Heisluftstion unter die Platine platziert, dann bei etwa 350 Grad hitze von unten mit Heisluft fing das Zinn an zu schmelzen und Mikrofon wurde verlötet. Vorher habe ich getestet wie stark ich die Metcal aufdrehen musste, damit das Lötzinn schmilzt. Kurz vor dem schmelzpunkt habe ich das Mikrofon auf das noch feste Lötzinn gelegt.

Hat eigentlich von Euch mal einer Test gemacht, ob mit bleihaltigem Lot selber verzinnte Chips sich leichter einlöten lassen, als neu gekaufte Chips, die ja schon mit fertigen Lötkugeln versehen sind? Auf dem einen Video hat ja Alex einen Chip mit Hilfe so einer Blechschablone ( Stencil ) sauber verzinnt und dieser Chip lies sich ja sehr leicht einlöten
[hr]
Ach so hatte noch vergessen zu erwähnen, dass vor dem eigentlichen Lötvorgang bitte alles mit Kapton Tabe abgeklebt werden muss und vor allem unten ist das sehr wichtig, zusätzlich benutze ich aber auch noch Silikon um Bauteile vor der Hitze zu schützen.

vor 1 Monaten
#16

RE: Infos zu Soldering

Glückwunsch …

Schaut auf jedenfall sehr Abenteuerlich aus :smiley:

vor 1 Monaten
#17

RE: Infos zu Soldering

@Christian100r: Das ist aber nahe an einem Platienenschaden. Diese ist eindeutig zu heiß geworden. Hättest du diesen Bereich noch länger erhitzt, würde sich die Platine delaminieren.

Wenn du öfters solche Reparaturen machen willst, rate ich zu einer Vorheizplatte. Diese sind nicht teuer, helfen aber solche Dinge zu vermeiden.

Besonders bei Verwndung der Metcal HTC2-120 würde ich immer eine Vorheizplatte zur Hilfe nehmen.

http://www.aoyue.eu/aoyue-loetstation-heissluftstation-lotkolben-rework-reparatur-preheater/aoyue-preheater-lotbad-relowofen/aoyue-int853a-quartz-ir-preheating-station-platinen-vorwarmen-500w-4043.html

oder die:

#42

vor 1 Monaten
#18

RE: Infos zu Soldering

hallo 42 Vielen Dank für antwort und tipps das war nur eine schrottplatine die ich absichtlich überhitzt habe.
wollte dich Alex fragen oder Euch ob Alex denn bei seinen arbeiten ohne heizplatte auch nur mit der kleinen metcal gearbeitet hat.
habe nämlich das problem das ich mit der Metcal die chips nicht runterbekomme. trotz 450 grad.
habe diesmal an schrottplatine ein altes motorola getestet.

also brauche ich doch wie ihr geschrieben habt heizplatte und wie bekommst du Alex die chips runter.
hast du dickere düsen?

inzwischen habe ich diese ?ötabdeckmaske von smartec getestet
lässt sich sehr gut auftragen.
auch entfernen ganz einfach.
ich benutze das zeug als hitzeschild beim löten. es hält leider nicht so viel temperatur wie silikonkleber aus oder uv kleber.
es gibt auch bei ebay grünen uv lötstoplack. geht auch hält temperatur gut aus. will damit mal smd bauteile ankleben.
wenn du Alex oder Herr Reibach willst kann ich ja wenn ich kleine falsche finde probe von smartec abdeckmaske kostenlos verschicken.
ich finde das zeug ganz parktisch auch wenn temperaturbeständig besser sein könnte

vor 1 Monaten
#19

RE: Infos zu Soldering

Wie bereits geschrieben empfehle ich für die Metcal eine Vorheizplatte.

Um BGA, FBA, QFN, USB-Buchsen, SIM-Halter, SD-Halter usw. auszulöten brauchst du eine andere Heißluftstation mit größeren Düsen.

Ich nutze z.B diese hier:

Alex nutz eine High End Heißluftstation von JBC.

Die BGAs gehen mit den großen Heißluftstationen auch ohne Vorheizplatte runter. Dann muss aber mit deutlich mehr Temperatur gearbeitet werden. Hier muss jeder selber entscheiden was er will und womit er gut klar kommt.

Danke für das Angebot mit der Smarttec Abdeckmaske. Habe die bei den Jungs von Smarttec ebenfalls zum testen bestellt.

Eine Frage noch: Wer ist “Herr Reibach” ?

#42

vor 1 Monaten
#20

RE: Infos zu Soldering

Hallo erstmal Vielen Dank für die empfehlung und entschuldigung das ich Deinen namen falsch geschrieben habe meine damit dich 42.
Finde auch toll das leute hier so kompetent helfen sory für Viele fragen es ist nur so das ich nicht so Viele tipps geben kann da ich anfänger bin.
Meinst Du also das wenn ich mit heizplatte arbeite ich die chips auch mit der Metcal runter bekomme.
Noch könnte ich die metcal wieder zurück geben obwohl ich das Gerät toll finde.
Griff halt handlich.
habe auch schon usb buchse damit aufgelötet in Verbindung mit bismut lot ging das sehr einfach mit der kleinen metcal
Übrigens funktioniert dieser grüne uv lötstoplack von ebay auch gut als hitzeschild. auch silikonkleber geht gut.
nur wenn man danach board durchmessen muss ist es ärgerlich wenn man das zeug nicht runterbekommt. Und das finde ich an der abdeckmaske von smartec von großem Vorteil die geht leicht ab auch wenn sie nicht so viel hitze verträgt.
Vielen Dank für Antworten

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